„Kleine Teilchen – große Maschinen“ Physikkurs besucht LHC – Ausstellung in der Urania

In der Woche vor Pfingsten stellte das Forschungszentrum CERN den zurzeit weltweit größten Teilchenbeschleuniger, den Large Hadron Collider (LHC), in einer Ausstellung in der Urania vor. Diese Gelegenheit ließ sich der Physik-Grundkurs nicht entgehen und besuchte die Ausstellung am 30.05.17. Durch die Ausstellung führten „echte“ Physiker*innen , die sonst am CERN in der Schweiz am LHC forschen, und den Schüler*innen sehr authentisch von den Forschungen der mehreren Tausend Physiker*innen am CERN berichten konnten.

Neben Infotafeln und Modellen wurde gezeigt, wie aus einem Bandgenerator, einer Salatschüssel und einigen Aluminiumstreifen ein „Salatschüsselbeschleuniger“ gebaut werden kann, in dem Metallkugeln beschleunigt werden können.  In einem weiteren Experiment konnten die Schülerinnen und Schüler an einem mechanischen Modell eines Linearbeschleunigers selber versuchen, Kugeln zu beschleunigen, indem sie im richtigen Moment mit einer Kurbel die Fahrbahn anhoben.  Ein Höhepunkt der Ausstellung war der virtuelle Protonenfußball; hier müssen zwei Spieler gleichzeitig „Protonen“ mit einem Fußtritt beschleunigen; und wenn diese „Protonen“ sich treffen, kommt es je nach der Energie, die die Spieler in ihren Schuss gelegt haben, zu Teilchenkollisionen mit unterschiedlichen Ergebnissen.

Abschließend kam es noch zu einer angeregten Diskussion der Schüler*innen mit den Physiker*innen zum einen über den Sinn der Forschungen am LHC und die damit verbundenen Kosten, zum anderen über das Higgs-Feld und was das eigentlich ist, und daraus resultierend auch über das Wesen von Modellen in der Physik.

J. Bruger

Linearbeschleuniger
Protonenfußball
Salatschüsselbeschleuniger