Französisch

Bonjour! Du interessierst dich für Französisch?  Dann könntest du bald zu den vielen Menschen gehören, die diese Sprache sprechen und nicht nur mit Franzosen sondern auch mit Bewohnern unseren Nachbarländer Belgien, Luxemburg oder der Schweiz kommunizieren. Weltweit benutzen 200 Millionen Menschen diese Sprache. Französisch wird z. B.  in Kanada und in vielen Ländern Zentral- und Westafrikas gesprochen. Es  ist neben Englisch die wichtigste Arbeitssprache der Organe der Europäischen Union und  internationaler Organisationen wie der UNO, der OECD und der UNESCO.

Die französischsprachige Welt  
  Dunkelblau: Muttersprache
Blau: weite Verbreitung oder Amtssprache
Hellblau: Nebensprache oder nicht offizielle Sprache
Grüne Quadrate: frankophone Minderheiten.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Sprache (Download am 10. 8. 2012)

 

Wenn du ein Gymnasium besuchst, bist du verpflichtet, eine zweite Fremdsprache zu wählen, die du vier Jahre lang lernst, also von der 7. bis zur 10. Klasse. Dies ist an unsere Schule Französisch oder Spanisch. Wo es sich einrichten lässt, werden die Klassen in eine Französisch- und eine Spanischgruppe geteilt, denn in einer kleinen Gruppe kann man besser lernen. In der 7. und 8. Klasse werden wöchentlich vier, in der 9. und 10. Klasse drei Unterrichtsstunden erteilt. Ob du das Fach in der Sekundarstufe 2, also in der 11. und 12. Klasse,  weiter lernst, entscheidest du selbst. An unserer Schule kannst du einen Grundkurs Französisch wählen und auch eine Abiturprüfung in diesem Fach ablegen. Die Grundkurse wählt man für ein oder zwei Schuljahre. Sie werden in drei Unterrichtsstunden wöchentlich erteilt.

Ist Französisch schwer? Ja und nein. Die Aussprache wirst du wahrscheinlich sehr schnell lernen und vielleicht sogar Freude an den ungewohnten Lauten empfinden, die es im Deutschen nicht gibt. Schreiben ist schon komplizierter, da die Laute durch Buchstabenkombinationen widergegeben werden, z. B. kann der Laut „ o“ auf verschiedene Art geschrieben werden: „au“, „eau“, „aux“, „eaux“ oder einfach „o“. Aber das ist eine Frage der Übung und du kennst auch schon einige Beispiele aus deiner Umgebung, wie z. B. Restaurant, Croissant, Baguette, Tour de France oder Niveau. Die Grammatik könnte dir schwer fallen, denn Französisch gehört zu den romanischen Sprachen. Dies sind Sprachen, die sich aus dem gesprochenen Latein, der Sprache des Römischen Reiches, entwickelt haben und anders aufgebaut sind als Deutsch oder Englisch, die zur Gruppe der germanischen Sprachen gehören. Aber natürlich steht auch schon im Anfangsunterricht das Sprechen im Vordergrund. Wir arbeiten mit dem Lehrbuch „A plus“ aus dem Cornelsen-Verlag, in dem es von Anfang an darum geht, dass du lernst, dich auf Französisch zu unterhalten.

Unsere Schule hat sich für das Lehrwerk „A plus“ aus dem Cornelsen-Verlag entschieden Das Schülerbuch und ein Grammatisches Beiheft werden dir aus der Fachbibliothek ausgeliehen. Das Carnet d’activités, ein Übungsheft, musst du selber kaufen.Zu dem Lehrwerk gehören außerdem Hör-CDs und zu jedem Band eine DVD, die im Unterricht eingesetzt werden können. Wenn du einen Blick „hinter die Kulissen“ unserer Schule werfen könntest, würdest du sehen, dass der Fachbereich Französisch sehr gut ausgestattet ist. Wir verfügen über eine moderne, reichhaltige Bibliothek, in der sich neben den Schülerbüchern mit ihren ergänzenden Materialien auch viele Lektüren für jede Klassenstufe, Wörterbücher, Literatur aus verschiedenen Epochen, Lehr- und Spielfilme, Comics, Spiele, CDs und DVDs  befinden. Außerdem benutzen wir in Französisch manchmal die Computerräume mit Internetzugang (die Schule hat davon vier). Die Arbeit mit Smartboards steht bei uns erst am Anfang. Die Schule hat einen Raum mit dieser Ausstattung und die Französischlehrer lernen selbst erst die Handhabung dieser neuen Technik.
In der Schülerbibliothek stehen Wörterbücher und Nachschlagewerke, die in den Freistunden genutzt werden können. Dort gibt es auch eine kleine Sammlung von leichten bis schweren Lektüren in französischer Sprache, die ausgeliehen werden können.
 
 
Das Lehrwerk „A plus“: Schülerbücher

   
 
 

 

Mit dem Lehrwerk „A plus“ aus dem Cornelsen- Verlag lernst du viel Französisch aus dem Alltag in Frankreich, das du auf Reisen oder bei deinen Kontakten im Internet benutzen kannst. Die einzelnen Bände beschäftigen sich mit dem Leben von Jugendlichen in Frankreich und führen in verschiedene Städte Frankreichs: Band 1 nach Lyon, Band 2 nach Nantes, Band 3 nach Paris. In Band 4 geht es auch in eine Stadt, nämlich Marseille, aber die Themen sind weiter gefächert. Ein Kapitel beschäftigt sich mit der Geschichte Deutschlands und Frankreichs, es werden soziale Fragen angesprochen und viel Platz nehmen das Engagement und die Zukunftsvorstellungen junger Menschen ein. Dies sind auch Themen, die in der Oberstufe (bei uns in Grundkursen) bearbeitet und vertieft werden.
Im Laufe der Zeit sollst du deine Französischkenntnisse erweitern und lernen, entsprechend deinen Interessen mehr und mehr selbständig zu arbeiten. Du wirst in der Lage sein, mit dem Wörterbuch umzugehen und Internetübersetzungen sinnvoll zu verwerten. Du nutzt auch französische Seiten für Recherchen zu deinen Interessen. In der 7. Klasse schreibst du kleine Mails über Hobbys und Freunde. Später kannst du Sportler und Musiker vor der ganzen Klasse vorstellen. Im Grundkurs hältst du einen Vortrag zu Umweltschutz oder Globalisierung.
A bientôt!
 
 
Typisch deutsch? Typisch französisch?
Schülerarbeit Schülerarbeit

 

 

Rahmenplan für die Sekundarstufe 1

Rahmenplan für die Sekundarstufe 2

Abiturthemen (Grundkurs)

 

Juni 2012:
Gute und sehr gute Ergebnis im schriftlichen Abitur Französisch (Grundkurs)
 
In diesem Schuljahr entschlossen sich zwei Schüler, das schriftliche Abitur in Französisch abzulegen (3. Prüfungsfach). Friederike und Markus erzielten gute bzw. sehr gute Noten. Herzlichen Glückwunsch! In der Prüfungsaufgabe mussten sie über einen Text arbeiten, in dem es um das Schicksal einer jungen Philippinin ging, die in Paris illegal als Kindermädchen arbeitet, während ihre eigene Tochter in der Heimat von fremden Menschen aufgezogen wird.
 
Juni 2012:
 „En attendant la fin“: Der Kleine Prinz besucht 10 b
 
Im Zusammenhang mit dem Thema „Les Médias“ und als abschließende größere Arbeit in Französisch bereiteten die Schüler der 10 b Referate vor, die sich mit Personen und Werken des Kulturlebens in Frankreich befassen. Die Themenliste war lang und interessant. Neben bekannten Werken von Victor Hugo („Les Misérables“), Antoine de Saint-Exupery, Amélie Nothomb wurde Filme und französischer Hip-Hop vorgestellt.
 
Juni 2012:
Französischgruppe erfolgreich im Schauspielern(7d)
 
Die 20 Schüler der 7 d, die seit Beginn des Schuljahres Französisch lernen, erfanden für die Homepage Sketche in französischer Sprache. Diese waren sehr witzig und gut gespielt. Sie wurden den Mitschülern vorgeführt, die begeistert waren. Leider scheitere die Übernahme für die Homepage an technischen Problemen.
 
Juni 2012:
Diplôme de la meilleure crêpe: Gute Leistung geht durch den Magen(7d)
 
Mit einer tollen Aktion halfen die Französischschüler der 7d den Teilnehmern der Spanischolympiade, den Prüfungsstress zu mindern. In drei Gruppen buken sie für ihre Mitschüler und die Prüfer Crêpes, deren Duft das ganze Haus erfüllte. Sie hatten selbständig die Rezepte auf Französisch entziffert, die notwenigen Lebensmittel mitgebracht und andere Vorbereitungen getroffen. Zum Schluss gab es für jede Gruppe ein „Diplôme“. Den ersten Platz belegten Alisia, Katharina, Natalia, Stella, Max, Rebecka und Regina.

Cinéfête

Kino ist in Frankreich „die siebente Kunst“ (le septième art). Das jährlich stattfindende Kinofestival Cinéfête möchte Schülern in ganz Deutschland die Möglichkeit geben, alte und neue französische Filme im Original anzuschauen. In Berlin findet Cinéfête immer im Herbst statt. Für jede Alters- und Lernstufe ist etwas dabei. Die Filme werden speziell für dieses Festival mit deutschen Untertiteln versehen und in einigen großen Berliner Kinos vorgeführt. Das Institut français de Berlin stellt den Lehrern über das Internet Dossiers zur Verfügung.

Informationen zur Cinéfête

 

Deutsch-französischer Tag/Tag der offenen Tür

An unserem Gymnasium findet der Tag der offenen Tür meist zeitnah zum 22. Januar statt, dem Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages. Mit der Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages am 22. Januar 1963, der nach Jahrhunderten von Feindseligkeiten und Kriegen den Grundstein für ein freundschaftliches Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich legte, begann ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen den beiden Staaten und es wurden neue Wege der Kooperation in Europa beschritten.  Mit besonderen Aktionen zum deutsch-französischen Tag  wird an vielen deutschen und französischen Schulen an diesen Vertrag erinnert. Wir leisten dazu einen Beitrag  am Tag der offenen Tür unserer Schule: es gibt mit z. B. Ausstellungen zum Thema, Informationen zum Französischunterricht unserer Schule und oder auch mal ein Café français, in dem unsere Schüler den Besuchern Crêpes oder Gaufres  anbieten.
 
Informationen zum 50. Jahrestag des Elysée-Vertrages findest du auch unter den folgenden Adressen:

Deutsch-französisches Internetportal

ZDFtivi

Historisches Video

Deutsch-französisches Jugendwerk

Auswärtiges Amt

 

 Prüfungen

In den Klassen 7 bis 10 gibt es keine zentralen Prüfungen in der  2. Fremdsprache. Im Abitur kann man Französisch als Prüfungsfach wählen.  Für Schüler der Sekundarstufe 1 und der Grundkurse gibt es außerhalb der Schule die Möglichkeit, ein in Frankreich anerkanntes Zertifikat zu erwerben. Sie können nach entsprechender Vorbereitung Prüfungen am Institut français ablegen und bekommen bei Bestehen ein entsprechendes Diplôme  (DELF/DALF). Diese Prüfungen bestehen aus verschiedenen Stufen und sind kostenpflichtig. Auf Wunsch kann eine Beratung und Vermittlung durch die Französischlehrer erfolgen.
 
Schülereinzelaustausch mit Straßburg(ab 10. Klasse)          
 
Wir sind seit vielen Jahren Partner in einem Programm des Lycée Jean Monnet, das jährlich Austauschschüler für drei Wochen an verschiedene Schulen in Deutschland vermittelt. Dabei ist es der französischen Schule wichtig, dass die Schüler einzeln oder in sehr kleinen Gruppen an die jeweilige Partnerschule reisen, damit sie möglichst viel in der Fremdsprache reden. In diesem Programm haben einige Schüler unserer Schule die Möglichkeit, Strasbourg zu besuchen, ihre Sprachkenntnisse anzuwenden und das Alltagsleben in französischen Familien kennen zu lernen.
 
Vereinbarungen für den individuellen Austausch 
Die Schüler organisieren selbständig die Anfahrt. Sie wohnen drei Wochen in der Familie des Partners und nehmenam Unterricht teil. Die Eltern zahlen die Bahnfahrt und das Taschengeld des eigenen Kindes und kommen am Heimatort für die Unterbringung, Verpflegung, gemeinsame Unternehmungen und die Beförderungskosten des Gastschülers auf.
Termine: Für die französischen Schüler werden die Termine vom Lycée Jean Monnet festgelegt. Die deutschen Schüler können den Termin in Absprache mit der Gastfamilie abmachen. Sie werden für die Zeit ihres Frankreichaufenthaltes von der Hannah-Arendt-Schule  beurlaubt. Sie müssen aber den verpassten Unterrichtsstoff nachholen und auf Französisch einen Bericht über die Reise verfassen. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass dies möglich ist, wenn die Leistungen insgesamt befriedigend oder besser sind.
 
Was ist notwendig? Neugier auf ein anderes Land, Mut, die Fremdsprache in der Praxis anzuwenden, Bereitschaft, sich fremden Gewohnheiten anzupassen, Offenheit, Konflikte anzusprechen und freundschaftlich zu lösen, Spaß am Reisen.
Bon courage!
 
Lycée Jean Monnet
Straßburg