Ethik

Ethikunterricht, was ist das eigentlich?

Nachdem es durch den Volksentscheid bestätigt wurde, wissen auch viele ältere Schüler und Eltern, was für die jetzigen 7. bis 10. Klassen klar ist: Ethik ist seit 2006 ein verpflichtendes zweistündiges, weltanschaulich und religiös neutrales Fach.

Aber viele werden dennoch fragen: Worum geht es in diesem Fach eigentlich?
Im Berliner Rahmenplan für das Fach Ethik geht es vor allem um die Fragen: Wie leben wir? Was soll ich/sollen wir tun? Was ist gut, wünschenswert? Was ist richtig, notwendig?

Dabei kommen Schüler miteinander ins Gespräch. Sie stellen Fragen, die man normalerweise nicht stellt, über etwas, was man häufig für selbstverständlich hält:

  • Bin ich vormittags und nachmittags derselbe?
  • Kann ich 50 Freunde haben?
  • Darf ich lügen?
  • Was ist mir wichtig?
  • Wofür ist man eigentliche verantwortlich?
  • Was genau bedeutet gerecht zu sein?

Dabei denkt jeder natürlich zuerst einmal über seine eigene Perspektive nach, aber der gesellschaftliche Zusammenhang gehört genauso dazu: Was wäre, wenn es keine Schulen gäbe? Was wäre, wenn es keine Strafen gäbe? Was wäre, wenn das alle täten?

Bei vielen dieser Fragen kann man natürlich große Denker und Philosophen zu Rate ziehen und kann dann verfolgen, wie manche Ideen sich im Laufe der Menschheitsgeschichte im gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Zusammenhang entwickelt haben (z.B. die Menschenrechte: Wann und wie sind sie entstanden? wie haben sie sich unter welchem Einfluss geändert?).

Die Fähigkeit und Bereitschaft, Fragestellungen zu erkennen, sich damit auseinanderzusetzen, begründet Stellung zu nehmen, dies in mündlicher Mitarbeit, Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit, in Präsentationen und Tests unter Beweis zu stellen, das ist es, was wie in jedem anderen Schulfach mit einer Note beurteilt wird.

Die inhaltliche Gestaltung sieht sechs Themenfelder vor, die jeweils aus drei aufeinander bezogenen Perspektiven (individuelle, gesellschaftliche und ideengeschichtliche Perspektive) entwickelt werden:

Themenfeld 1: Identität, Freundschaft, Glück

Themenfeld 2: Freiheit, Verantwortung, Solidarität

Themenfeld 3: Diskriminierung, Gewalt, Toleranz

Themenfeld 4: Gleichheit, Recht, Gerechtigkeit

Themenfeld 5: Schuld, Pflicht, Gewissen

Themenfeld 6: Wissen, Hoffen, Glauben

Romeo added Julia - Auftritt des Berliner Ensembles Dominique Berg am Hannah-Arendt-Gymnasium

In jeweils 2 Unterrichtsstunden haben am 21.5.2012 drei 8. und drei 9 Klassen die Inszenierung „ROMEO added JULIA“ in unserer Aula erleben können.

Workshop mit den 7. Klassen: Gewaltprävention und Cybermobbing

Zwei Polizeibeamte des Abschnitts 56, Herr Polizeihauptkommissar Telge und Frau Polizeioberkommissarin Oltersdorf, haben für drei Klassen der 7. Jahrgangsstufe im April 2012 jeweils vierstündige Workshops zum Thema „Gewaltprävention und Cybermobbing“ durchgeführt.